Ein Knick ist ein typisches Biotop in Schleswig
Holstein. Mitte des 18. Jahrhunderts begannen
Bauern, Felder mit Erdwällen abzugrenzen und
diese mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen.
So entstanden vernetzte Wallheckenlinien, die die
Landschaft prägen.
Obwohl die Knicks seit ca. 100 Jahren gesetzlich
geschützt sind, wurden die im Jahre 1950 noch
vorhandenen 75.000 km Knicks durch Maßnahmen
der Agrarstruktur und Siedlungsentwicklung auf
ca. 45.000 km dezimiert.
Rechtsgrundlage für den Schutz des Knicks ist
§ 30 BNatSchG in Verbindung mit § 21 LNatSchG.
Die traditionelle Pflege der Knicks, das „Auf-den-Stock-Setzen“ mit glatter Sägeschnittführung in der Höhe 15 cm über dem Wurzelbereich alle 10-15 Jahre in der Zeit vom 1. Oktober bis zum letzten Tag des Monats Februar bei Erhalt der Überhälter mit Abstand von 40 bis 60 Metern und Entfernung des Schnittgutes vom Wall, ist eine zulässige Bewirtschaftungsmaßnahme, um neue kräftige Austriebe zu fördern.
Diese Pflegeform sichert die Vitalität und Struktur des Knicks und ist seit 2023 als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt.
Knicks sind echte Hotspots der Artenvielfalt. In ihnen finden Vögel, Insekten, Amphibien und Kleinsäuger Schutz, Nistplätze und Nahrung. Sie sind Rückzugsräume für zahlreiche, teils seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. In der Abhängigkeit von der Qualität der Knicks sind insgesamt bis etwa 7.000 Tierarten zu finden.
Knicks verbinden unterschiedliche Lebensräume wie Wälder, Trockenrasen und Tümpel und dienen Tieren als Wanderkorridore. Knicks sind somit existenzielle wichtige Vernetzer der Landschaft und fördern die Biodiversität, indem sie einzelne Biotope miteinander verknüpfen.
Neben ihrer ökologischen Funktion spielen Knicks auch eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. Die Sträucher und Bäume speichern CO2, wirken als natürliche Windschutzbarrieren und reduzieren Bodenerosion. Sie tragen zur Stabilisierung des Mikroklimas bei und schützen Felder vor extremen Wetterbedingungen wie Starkregen, Sturm oder Trockenheit.
Kurzum: Die grünen Korridore machen die Landschaft resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels und sichern langfristig die Lebensräume zahlreicher Pflanzen- und Tierarten.
Die Knickschutzstation gGmbH hat sich zum Ziel gesetzt, die Knicklandschaft und angrenzende Lebensräume zu schützen, die Biodiversität zu erhalten, nachhaltige Nutzung der Naturgüter zu fördern, Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit zu stärken, aktiv an Pflege, Wiederherstellung und umweltrelevanten Planungen mitzuwirken sowie den Knick als wertvolles Natur- und Kulturerbe sichtbar zu machen.
Zweck, Ziele und Aufgaben der Knickschutzstation gGmbH (Auszug aus dem Gesellschaftsvertrag)
Die Knickschutzstation gGmbH verleiht alle drei Jahre einen Preis an Personen / Projekte, die sich besonders um den Knickschutz verdient gemacht haben.
Der international bekannte Bildhauer Jörg Plickat aus Bredenbek hat eigens für die Preisverleihung eine Skulptur, die „Knickharfe“, entworfen.

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